Referentinnen und Referenten

Elisabeth Bronfen ist Kultur- und Literaturwissenschaftlerin. Sie ist Professorin für Anglistik am Englischen Seminar der Universität Zürich und Global Distinguished Professor an der New York University. Sie forscht zur englischsprachigen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, zu Gender Studies, Visuellen Kulturen, Kulturtheorien, Psychoanalyse und Film. In «Hollywoods Kriege. Geschichte einer Heimsuchung» setzte sie sich mit der filmischen Aufarbeitung der US-amerikanischen Kriegsgeschichte auseinander.
Beitrag zu: «All quiet on the Western Front»

Martin Bürgin studierte Geschichte, Religionswissenschaft und Politikwissenschaft an der Universität Zürich und an der Humboldt Universität zu Berlin. Er arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter zur Geschichte des Altkatholizismus und des Kulturkampfs an der Universität Bern und war Fellow des Leo Baeck Institutes für die Geschichte und Kultur des deutschsprachigen Judentums in London. Zurzeit forscht und lehrt er am Religionswissenschaftlichen Seminar der Universität Zürich.
Beiträge zu: «Il Portiere di Notte», «Sebastiane»

Natalie Fritz hat Religionswissenschaft und Nordische Philologie an der Universität Zürich studiert. Sie publizierte zur katholischen Filmarbeit in der Schweiz («Nur für reife Erwachsene») und verfolgte ein vom Schweizerischen Nationalfonds unterstütztes Dissertationsprojekt zum Motiv der Heiligen Familie im zeitgenössischen Art-House-Kino am Zentrum für Religion, Wirtschaft und Politik der Universitäten Zürich, Luzern und Basel. Sie ist Mitglied der der Forschungsgruppe «Medien und Religion» und Redaktorin beim «Medientipp».
Beiträge zu: «The Last Temptation of Christ», «Monthy Python’s Life of Brian»

Wolfgang Fuhrmann ist Professor für Filmwissenschaft an der Universidad de Bogotá Jorge Tadeo Lozano. Er studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft im Bochum und Amsterdam. Er doktorierte zur deutschen Kolonialkinemathographie an der Universität Utrecht, war Leiter des DFG-Forschungsprojekts «Film und Ethnographie in Deutschland 1900-1930», Mitglied des Graduiertenkollegs «Authentizität als Darstellungsform» an der Universität Hildesheim, Assistant Professor an der University of British Colombia des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), Lehrbeauftragter an diversen Universitäten und Oberassistent am Seminar für Filmwissenschaft der Universität Zürich.
Beitrag zu: «Africa Addio»

Bernd Herzogenrath studierte Englische und Deutsche Sprachwissenschaft. Anschliessend promovierte in Amerikanischer Literatur. Nach Aufenthalten in Berkeley, Köln, Worcester und Hannover wurde er auf den Lehrstuhl für England- und Amerikastudien an der Goethe Universität Frankfurt am Main berufen. Er forscht unter anderem in den Bereichen Medientheorie, Sound Studies, Körperpolitik – und ist Herausgeber von «The Films of Tod Browning» sowie «The Cinema of Tod Browning: Essays of the Macabre and Grotesque».
Beitrag zu: «Freaks»

Ute Holl ist Filmhistorikerin und Filmwissenschaftlerin. Nach Stationen in Freiburg, Hamburg, Boston, Berlin, Weimar und Köln wurde sie Professorin für Medienwissenschaft an der Universität Basel. Ihre Forschungsgebiete sind die Geschichte und die Theorie audiovisueller Wahrnehmung mit dem Schwerpunkt auf Akustik unter Bedingung technischer Medien, die Politik medialer Menschen- und Massenbilder und die Wahrnehmungsgeschichte des frühen Kinos.
Beitrag zu: «Das Gespenst»

Rudolf Jaun ist emeritierter Titularprofessor für Geschichte der Neuzeit und Militärgeschichte an der Universität Zürich und war Inhaber der Dozentur für Militärgeschichte an der Militärakademie der ETH Zürich. Seine sozial- und kulturhistorischen Studien zur Geschichte der Schweizer Armee wie seine Lehrtätigkeit beeinflussten die Schweizer Militärgeschichtsschreibung nachhaltig; insbesondere die Forschung zu politischen und kulturellen Aushandlungsprozessen um die Schweizer Armee; – in seinen Worten – dem «Kampf um die Schweizer Armee».
Beitrag zu: «Ormenis 199 + 69»

Susanne Kappesser ist freie Autorin und Filmwissenschaftlerin. Nach einem Studium der Filmwissenschaft, der Philosophie und Komparatistik in Mainz promovierte sie zu Körper- und Gendertransgressionen im französischen Genrekino. Zu ihren akademischen Schwerpunkten gehören Körpertheorien und feministische Filmtheorien. Seit der Promovierung arbeitet sie als Rechercheurin, Redakteurin und Regisseurin in Berlin, wo sie auch im Filmteam des Kulturzentrums Brotfabrik aktiv ist.
Beitrag zu: «Irréversible»

Daniel Knuchel hat Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Publizistik und Filmwissenschaft in Zürich und Barcelona studiert. Er ist Lehrbeauftragter am Deutschen Seminar der Universität Zürich und Dozent am Departement für Angewandte Linguistik an der ZHAW. In seinem Dissertationsprojekt forscht er diskurslinguistisch unter dem Titel «Kommunikation und (Nicht-)Wissen über HIV/AIDS» zur sprachlichen Konzeptualisierung von HIV/AIDS.
Beitrag zu: «Kids»

Regula Ludi studierte Geschichte und Staatsrecht an der Universität Bern. 2009 habilitierte sie an der Universität Zürich, wo sie auch als Privatdozentin tätig ist. Am Historischen Institut der Universität Bern leitet sie SNF-Projekte für das Center for Global Studies. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Geschichte der Menschenrechte, dem Umgang mit Flüchtlingen und Minderheiten, der Genderforschung und der Vergangenheits- und Erinnerungspolitik seit dem Zweiten Weltkrieg.
Beitrag zu: «La Battaglia di Algeri»

Charles Martig hat Theologie, Kommunikation und Medienwissenschaften an der Universitäten Fribourg und Amsterdam studiert. Er ist Geschäftsführer des Katholischen Mediendienstes in Zürich, Mitglied der internationalen Forschungsgruppe «Film und Theologie» und Filmbeauftragter der Schweizer Bischofskonferenz. Unter dem Titel «Kino der Irritation: Lars von Triers theologische und ästhetische Herausforderung» promovierte er an der theologischen Fakultät der Universität Fribourg.
Beitrag zu: «Antichrist»

David Jerome Putnam studierte Japanologie und Filmwissenschaft. Er arbeitet als Filmwissenschaftler, freier Journalist, Sprachlehrer und Übersetzer (Japanisch, Englisch, Deutsch). Er forschte und publizierte zu den «Gefühlslandschaften (jôkei) im Spätwerk Ozu Yasujirôs».
Beitrag zu: «Ai no korīda»

Patricia Pfeifer hat Kunstgeschichte, Slavische Philologie und Europäische Ethnologie in Bamberg, Paris und München studiert. Sie ist Assistentin, Doktorandin und Lehrbeauftragte am Seminar für Filmwissenschaft der Universität Zürich und Research Associate der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien der Universitäten München und Regensburg. In ihrem Dissertationsprojekt beschäftigt sie sich mit den Formen des Verstehens im ostmittel- und südosteuropäischen Kino.
Beiträge zu: «W. R. Misterije Organizma», «Sweet Movie»

Raphael Rauch ist Historiker und Journalist. Er war Mitglied des internationalen Graduiertenkollegs «Religiöse Kulturen im Europa des 19. und 20. Jahrhunderts» an der Ludwig-Maximilian-Universität München. In seiner Dissertation zum «Jüdischen im westdeutschen Fernsehen der 1980er-Jahre» untersuchte er Kontexte und Funktionen von Fernsehsendungen, die im Anschluss an die TV-Serie «Holocaust» jüdische Identitäten, Shoa und Nationalsozialismus thematisierten. Nach Stationen beim ARD und beim ZDF wurde er Redaktor beim Schweizer Radio SRF 2 Kultur.
Beitrag zu: «Schatten der Engel»

Dustin Rees studierte an der Zürcher Hochschule der Künste und an der Hochschule Luzern. Als Animationsfilmschaffender kreiert und produziert er unter seinem eigenen Label «creatindust». Seine Filme sind um die Welt gereist, haben an zahlreichen Festivals teilgenommen und Preise gewonnen. Er unterrichtet an der Hochschule Luzern und leitet diverse Workshops für Animationsfilmerinnen und Animationsfilmer.
Beitrag zu: «Fritz the Cat»

Dominique Stéphane Rudin ist promovierter Historiker. Akademische Stationen waren die Universitäten Basel, Bern, Freiburg i.B sowie die Humboldt Universität zu Berlin. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der politischen Kultur- und Stadtgeschichte. Er promovierte 2014 zur audiovisuellen Medienarbeit im linksalternativen Milieu der Schweiz 1970–1995. Heute ist er selbstständiger Unternehmer und arbeitet unter anderem an einer Ausstellung zu Freiräumen in Basel 1968 bis 2018.
Beitrag zu: «Züri brännt»

Thomas Schärer hat Geschichte und Filmwissenschaft in Zürich und Berlin studiert. Als Leiter diverser Forschungsprojekte, Autor mehrerer Bücher und Filmkompilationen zum Schweizerischen Film, Kurator filmhistorischer Ausstellungen, Co-Leiter der «Semaine de la critique» am Filmfestival Locarno und Leiter der Abteilung Film der Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde prägte er die Auseinandersetzung und Forschung zur Filmgeschichte der Schweiz. Er ist Dozent an der Zürcher Hochschule der Künste und Lehrbeauftragter an den Universitäten Basel und Fribourg.
Beitrag zu: «Fortress of Peace»

Nina Schimmel studierte Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaft in Siegen und Basel. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin im Graduiertenprogramm «Intermediale Ästhetik: Ritual, Spiel, Performanz» an der Universität Basel. Im Rahmen dieses Programms verfolgte sie ein Promotionsprojekt zur Ambivalenz des Bösen in Literatur und Film, veröffentlicht unter dem Titel «Grausame Unschuld». Heute arbeitet sie im Klaus Münstermann Verlag in Ibbenbüren.
Beitrag zu: «Natural Born Killers»

Leena Schmitter hat Geschichte, Soziologie und Philosophie an der Universität Bern studiert und promoviert. Sie ist assoziierte Forscherin am Historischen Institut der Universität Bern. Sie arbeitete unter anderem zur Körper- und Sexualitätsgeschichte, zur Geschichte der Frauenbewegung und der Liberalisierung des Schwangerschaftsabbruchs in der Schweiz oder zum Verhältnis von Feminismus und Pornographie.
Beitrag zu: «Baise-moi»

Hannah Schoch ist Amerikanistin und Filmwissenschaftlerin. Sie arbeitet als Assistentin am Englischen Seminar der Universität Zürich und schreibt an einem Dissertationsprojekt unter dem Titel «Intimate Politics: The Couple and the American Projekt» arbeitet. Sie interessiert sich für amerikanische Literatur und Kultur, Frauen als Autorinnen, Literatur-, Kultur- und Gendertheorien, Shakespeare, Film und Fernsehen.
Beitrag zu: «The Birth of a Nation»

Baldassare Scolari ist Religionswissenschaftler an der Universität Zürich. Er ist Mitglied der Forschungsgruppe «Medien und Religion» am Zentrum für Religion, Wirtschaft und Politik der Universitäten Zürich, Luzern und Basel, arbeitet am Projekt «Commun(icat)ing Bodies» der Universität Graz und am Forschungsprojekt «Text und Normativität» der Universität Luzern. In seiner Doktorarbeit widmet er sich der Figur des Märtyrers in den politischen und religiösen Diskursen Italiens.
Beitrag zu: «Teorema»

Thomas Späth hat Geschichte und Französische Sprach- und Literaturwissenschaft an der Universität Basel und an der Paris-Sorbonne studiert. Er ist Professor für Antike Kulturen und Antikonstruktionen am Center for Global Studies der Universität Bern. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Geschlechtergeschichte der Antike, in der historiografischen Theoriebildung und den Bildern der Antike in der Populärkultur des 20. Jahrhunderts.
Beitrag zu: «Caligula»

Simon Spiegel studierte Germanistik, Filmwissenschaft und Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Zürich und an der Humboldt Universität zu Berlin. Er arbeitet freiberuflich als Filmjournalist und Filmkritiker und als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Filmwissenschaft der Universität Zürich. Seine Forschungs- und Lehrinteressen gelten unter anderem dem politisch-aktivistischen Dokumentarfilm, der Phantastik, dem Science-Fiction-Film und dem Werk Stanley Kubricks. Zur Zeit arbeitet er an einer Habilitation zur Utopie im nichtfiktionalen Film.
Beiträge zu: «A Clockwork Orange», «Funny Games», «Starship Troopers»

Marcus Stiglegger ist Filmwissenschaftler, Filmemacher und Musiker. An der DEKRA Hochschule für Medien (Berlin) hat er eine Professur für Film und Fernsehen inne. Seine Forschungen zur Rezeption des Faschismus im Film, insbesondere seine Studie «Sadiconazista: Faschismus und Sexualität im Film» sind wegweisend. Andere Forschungsschwerpunkte betreffen die Ikonologie und Mythologie populärer Kultur, das Verhältnis von Schaulust, Spektakel und Sinnlichkeit im Film oder das Filmschaffen Akira Kurosawas.
Beitrag zu: «Salò o le 120 Giornate di Sodoma»

Jakob Tanner ist emeritierter Professor für Allgemeine und Schweizer Geschichte der neueren und neuesten Zeit am Historischen Seminar und an der Forschungsstelle für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Universität Zürich. Er forscht und forschte zur Wissens- und Wissenschaftsgeschichte, zur Geschichte der Schweiz im europäischen Kontext, zur Wirtschafts-, Unternehmens- und Finanzgeschichte, zur Geschichte von Ernährung, Drogen und Psychiatrie. Mit der Eröffnung neuer Forschungsfelder wie auch durch seine pointierten Stellungnahmen als kritischer Intellektueller hat er die Schweizer Geschichtsschreibung seit den 1980er Jahren massgeblich geprägt.
Beitrag zu: «Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S.»

Matthias Uhlmann hat Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Filmwissenschaft und Kriminologie an der Universität Zürich studiert. Nachdem er bereits ein Lizentiat zur Filmzensur im Kanton Zürich von den Anfängen bis 1945 vorgelegt hat, schreibt er nun an einer Dissertation zur Zürcher Filmzensur seit 1945. Er ist Mitglied des ProDoc-Projekts «Kino und audiovisuelle Dispositive: Diskurse und Praktiken» der Universität Zürich, der Université de Lausanne und der Università della Svizzera Italiana. Er doziert am Seminar für Filmwissenschaft der Universität Zürich und ist Mitglied der Redaktion des Filmjahrbuchs CINEMA.
Beitrag zu: «Africa Addio»

Carolin Widmer ist Religionswissenschaftlerin und Indologin. Sie war Fellow am Cluster of Excellence «Asia and Europe in a global context» der Universität Heidelberg und Lehrbeauftragte an der Universität Zürich. Sie forschte und lehrte zu Buddhismus und Hindu-Religionen, Narrativität und Visualität, Orientalismus und Eurozentrismus an verschiedenen Hochschulen. Heute arbeitet sie als Kuratorin für Indische Malerei am Museum Rietberg in Zürich.
Beiträge zu: «Water», «Fire»

Daniel Wildmann ist Historiker und Filmwissenschaftler, Senior Lecturer in History an der Queen Mary, University of London und Direktor des Leo Baeck Institutes in London. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Deutsch-jüdischen Geschichte des 20. Jahrhunderts, der Geschichte des Nationalsozialismus, der Geschichte der Männlichkeit, der Körpergeschichte und der Interferenzen von Emotion, Antisemitismus und Visualität. Sein aktuelles Forschungsprojekt trägt den Titel: «A History of Visual Expressions of Antisemitism, Emotions and Morality».
Beitrag zu: «Jud Süss»