Monty Python’s «Life of Brian»

Terry Jones | 1979 | 94 Min. | EN/de | ab 12 Jahren
07.04.2016 | Kulturbetrieb Royal, Bahnhofstrasse 39, 5400 Baden | 20.00 Uhr | Facebook Event

Es war bereits ein kleines Wunder, dass «Life of Brian» überhaupt zustande kam. Bekamen doch die ursprünglichen Produzenten nach dem Lesen des definitiven Drehbuchs kalte Füsse und zogen sich zwei Tage vor Drehbeginn aus dem Projekt zurück. Wäre Ex-Beatle George Harrison nicht eingesprungen, hätte der Film der legendären britischen Comedy-Truppe «Monty Python» wohl nie realisiert werden können.

Und so kam es, dass der Blasphemie-Vorwurf bereits vor Fertigstellung des Films die Runde machte, obwohl dieser ausdrücklich nicht von Jesus handelt. Während Kirchenvertreter in den USA Vorführungen durch öffentliche Boykottaufrufe und Protestmärsche zu verhindern versuchten, setzten in England religiös konservative Kräfte auf die Einflussnahme hinter den Kulissen. Doch spätestens als sich gläubige Christen bei der Premiere vor dem Kino versammelten und Kirchenlieder sangen, war der Film sowohl in den englischen Skandalblättern als auch im seriösen Staatsfernsehen das Thema Nummer 1.

Zusammen mit Natalie Fritz  – Forscherin der Gruppe «Medien und Religion» am Zentrum für Religion, Wirtschaft und Politik – geht «royalscandalcinema» der Frage nach, wo denn genau Blasphemie beginnt und wie viel Spott sich eine Religion gefallen lassen muss.

Jerusalem zur Zeit Christi. Der Snackverkäufer Brian schliesst sich – verliebt in eine Aktivistin – der Volksfront von Judäa und ihrem Kampf gegen die römische Besatzung an. Nach einem missglückten Einbruch in den Palast von Pontius Pilatus befindet sich Brian auf der Flucht. Um seine Verfolger abzuhängen, gibt er sich kurz als Propheten aus und wird von da an seine ständig wachsende Anhängerschaft nicht mehr los. Nicht die beste Voraussetzung, um sich vor den Römern zu verstecken.